SAMMELN

Der Wind in den Wäldern wird gedämmt. Die Früchte bilden sich aus und geben den Blättern Schallschutz, kleine grüne Eicheln, rauhschalige Buchecker, dunkle Erlenfrüchte. Am Elmrand mit Blick über Eilum hinweg zur Asse jedoch verstärkt ein neuer Ton das hochfrequentige Zischeln.

Die Grillen zirpen. Überhaupt alles ist jetzt da, Frühling, Sommer und Herbst, alle passieren. Die Beeren kommen, und am Steinbruch wachsen die ersten Rotfußröhrlinge. Wenige noch.

Mitte der Woche schmeckten die ersten Brombeeren noch sauer. Nun spielt die Frische der Frühen mit Sonnensüße an ausgewählten Südlagen hier am Elm. Direkt an der Straße durch die oberen Plantagen wächst eine Graf-Althanns-Reneklode, eine Sorte, die Mitte des 19. Jahrhunderts in Böhmen gezüchtet wurde. Im Gegensatz zu den grünen und gelben Renekloden bildet sie rot-blaue Früchte aus.

Zurück durchs Zirpen, die Zeit des Sammelns hat begonnen.